Leben in Zukunft
Auch ich mache mir meine Gedanken über die eigene Leben, das Leben meiner Nachkommen, und der Spezies "Mensch" als solches. Es gibt viele selbsternannte Experten und Zukunftsforscher, die vorgeben, das Morgen zu kennen oder errechnen zu können. Ich denke das kann weder ein einzelner Mensch noch eine Gruppe.
Wie immer bei Entscheidungen trifft das Ergebnis meist dann am besten zu, wenn viele unabhängige Personen gefragt werden. Ich möchte das an einem Beispiel festmachen:
Wie viel Wasser fließt pro Sekunde unter der Rheinbrücke Karlsruhe im Mittel durch?
Die wenigsten Menschen wissen auf diese Frage eine Antwort, aber der Mittelwert einer Schätzung von vielen Personen liegt verdammt nah dran. Meine Vorstellungen zur Zukunft sind daher auch nicht "die Wahrheit", aber eben mein Beitrag zum statistischen Mittel und wer sich für mich als Person interessiert, kann so sein Bild etwas abrunden. Diskussionen gegenüber bin ich offen. Impressum
bis 2050
In dem Jahr werde ich, wenn ich dann noch lebe schon über 80 Jahre sein. Damit dürfte das wesentliche meines Lebens vorbei sein, 15 Jahre meiner Altersversorgung aufgebraucht sein. Dann werde ich auch wissen, ob es gereicht hat, oder ob Steuern eine vernünftige Alterssicherung verhindert haben und ich dann doch der Allgemeinheit auf der Tasche liege.
Vermutlich werden wir doch noch einen Krieg erlebt haben. Vielleicht nicht in militärischer Form, sondern als Wirtschaftsspiel oder in elektronischer Form. Bis dahin werden wir auch wissen, ob wir es schon geschafft haben, unseren Planeten so umzugestalten, dass wir nicht mehr selbst darauf leben können.
Ich bin schon recht technischgläubig und es wird immer Wege geben, einen Zustand zu verbessern, aber was tun, wenn der Niedergangs keine Zeit mehr für entgegen gerichtete Entwicklungen lässt? Im Jahr 2000 gab es weder eine Impfung noch ein Gegenmittel gegen AIDS. Auch ist die Erde ist kriegerischer denn je, wenn gleich auch nur auf begrenzten Schadensflächen.
Aber es gibt nun mal Ressourcen, welche auch durch die beste Forschung noch nicht ersetzt werden können: Grund und Boden ist kaum vermehrbar und günstige Standortfaktoren können nicht überall geschaffen werden werden. Wasser und klimatische Bedingungen zählen hier. Und darum drehen sich letztlich die ganzen Kriege immer: Die Besetzung von Land um die eigene Entwicklung zu sichern.
bis 5000
Ich weiß nicht, ob es sich lohnt so weit in zu Zukunft zu denken. Ich denke dass bis dahin der Mensch in seiner heutigen Form nicht mehr existieren wird. Wenn es uns nicht irgendwie gelingt, neutral auf unserer Erde zu leben, sondern immer mehr konsumieren und verändern, als dies Jahrtausende zuvor passierte, wird irgendwann die Vorratskammer erschöpft sein. Kriege um die verbliebenen Vorräte werden die Endzeitstimmung bestimmen und vermutlich wird sich die Menschheit wieder in die Steinzeit zurückbomben. In eine Zeit, wo jeder noch wusste, dass Kartoffeln im Boden wachsen und nicht als Pommes Frites aus dem Backofen kommen. Aber vielleicht werden wir bis dahin unseren Planeten so verunstaltet haben, dass wir nicht mal selbst darauf existieren können. Keine Sorge, die "Natur" hat genug Permutationen in ihrem Baukasten, um auch unter anderen Bedingungen zu existieren. Interessant hierbei ist aber immer, dass es niedrige Lebewesen sind, die sich am schnellsten anpassen können. Es wäre sicher interessant, welche Lebewesen sich in einigen Millionen Jahren gerade entwickeln.
bis irgendwann
Die Sonne wird irgendwann ihren Brennstoff verbraucht haben, die Erde wird kälter und kälter und wenn wir bis dahin nicht den Weg zu einer Gesellschaft geschafft haben, die autark in Raumfahrzeugen ihren eigenen Lebensraum schaffen kann, dann ist diese Episode in der Geschichte der Welt nichts mehr als ein Blitz im Gewitter des Kosmos. Aber ich denke dahin werden wir nie kommen.
Ob ich mir wirklich wünschen sollte, in 10.000 Jahren mal für einen Tag auf die Erde zu schauen ?. Ich denke ich will es gar nicht wissen. Mein Leben ist hier und heute und wenn es zu Ende ist, dann ist das so, weil die Physik und die Umstände dies so bewirken.
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