Verkehr 2010
Na, auch schon überlegt, wie die Welt in Zukunft aussehen kann?
Auf Dauer kann es ja nichts werden, wenn immer mehr Fahrzeuge unterwegs sind und die Strassen verstopfen. Intelligente Systeme werden überall entwickelt und ausprobiert. Da zählt z.B. Passo dazu, welches über Verkehrsdichtenaufnehmer an den Brücken und Funktelefone Stauvorhersagen versucht. Woanders sind intelligente Steuerungsanlagen in Betrieb um dynamisch die Geschwindigkeit zu beeinflussen. Aber auch das reduziert nicht den Verkehr, sondern verwartet ihn nur oder versucht ihn flüssiger zu halten.
Helfen werden hierbei nur weniger Teilnehmer auf den Straßen, mehr Strassen oder besser Straßenbewirtschaftung.
Platz auf der Straße
Jede eingesparte Fahrt schafft Platz. Jede "flüssigere Fahrt" ebenso. Also muss es in unserem Interesse sein, sinnvolle und nutzbare Alternativen bereitzustellen. Dazu gehört die Bahn, aber nicht solange die Netze immer mehr ausgedünnt werden und die Preise nicht interessant sind. Ich selbst bin recht viel mit der Bahn unterwegs, da grade für einen Einzelreisenden mit Bahncard und "effektiver KFZ-Kostenberechnung" dies günstiger ist. Die meisten betrügen sich ja mit der Rechnung, dass das Auto eh da ist und nur die Treibstoffkosten anfallen. Ich weiß genau was mein Auto pro Kilometer kostet. Rechnen sie das mal für Ihr Fahrzeug aus. Sie werden staunen.
Nun gibt es aber auch Wege, bei denen Bahn und Flugzeug ausfällt, die sicher aber auch trotz Internet, eCommerce, Bestellshops etc nicht verhindern lassen. Wenn ich schon fahren muss, dann soll es effektiv, sparsam und wenig belastend sein.
Kostenrechnung bei Fahrzeugen
Zum einen zähle ich dazu natürlich die Verbrauchskosten wie Treibstoff aber auch Nutzungskosten für Straße etc, die aktuell durch die Kfz-Steuer entrichtet werden. Auf der anderen Seite geht in die Rechnung natürlich auch noch der Zeitbedarf und die "Arbeit" des Autofahrens ein.
Gegen Treibstoffkosten kann ich wenig tun. Auch wenn ich die Kostenrechnung und das monopolistische Verhalten der Kraftstoffkonzerne nicht verstehen kann (Unterschiedliche Firmen, unterschiedliche Transportwege und Kostenstrukturen und doch je Region die gleichen Preise, das kann nicht individuell berechnet sein)
Für die Kfz-Steuer kann ich nur sagen, dass eine kilometerabhängige Berechnung sicher gerechter wäre. Wenigfahrer würden günstig davonkommen, Vielfahrer haben auch einen größeren Nutzen eines guten Wegenetzes und können daher mehr zahlen. Der einfachen Abwicklung wäre die Abrechnung über die Treibstoffe das einfachste Ausländer, wären über eine Vignette beteiligt. LKWs könnten nach Fahrtenbuch/Kilometer abgerechnet werden. Oder vielleicht erbringt eine EG-Harmonisierung eine gleichmäßige Berechnung der Treibstoffe, dass "Gasttanken" im Nachbarland nicht mehr interessant ist.
Selbstfahrer und Leitsysteme
Aber seltsam finde ich wirklich die Entwicklung der Hersteller zu "Selbstfahrenden Fahrzeugen". Mag sein, dass die Rechenleistung morgen dies möglich macht, aber auch hier gibt es Sicherheitsabstände und Altfahrzeuge zu beachten. Aber warum wird das alles denn immer so kompliziert. Ich fahre Bahn, wenn es das Start und Zielpunkt erlauben. Ich hab kein Problem nicht selbst zu lenken. Ich fahre Auto, wenn ich mehr zu transportieren habe oder die Endpunkte anders nicht in der Zeit zu erreiche sind.
Fahre ich alleine, kann ich 350 km durchaus in 3:30 Stunden schaffen. das ist heute noch ein recht guter Schnitt. Würde ich konstant 80 km/h fahren, würde ich vermutlich nach 4 bis 4:30 ankommen. Warum ich trotzdem schneller fahre ?. Konstant relativ langsam zu fahren finde ich einschläfernd und ne Stunde früher im Bett ist doch auch nett.
Aber ich könnte mich darauf einlassen, wenn ich in der Zeit etwas anderes machen könnte. Das ideale Zweckbündnis wären hier die LKWs. Brummis fahren meist kontinuierlich und haben eine breite Rückseite. Warum werden die Brummis nicht "markiert", z.b.: durch ein Schild, das Nummernschild oder etwas anderes, welches einfach elektronisch zu erfassen ist. Ein nachfolgendes Fahrzeug könnte sich durch eine passende Elektronik und Erfassung einfach in den Windschatten klemmen. So von der Arbeit des Fahrens entlastet, könne ich andere Dinge machen (z.b: Lesen) und durch das gleichmäßige Tempo und den Windschatten sogar richtig Treibstoff sparen. Die Markierung selbst könnte für Brummis Pflicht werden oder durch andere Vergünstigungen interessant werden.
Besonders wenn man nicht an die PKW-Fahrer denkt, sondern über diesen Weg auch "Brummiketten" bauen kann, die wie am Fließband hintereinander herfahren. Die genutzte Verkehrsfläche würde reduziert und damit mehr Platz für andere Fahrzeuge geschaffen. Und wenn die Fahrzeuge in der Kette dann nicht als volle Lenkzeiten des Fahrers gerechnet werden, könnte dies sehr interessant sein, auch weil dann wegen 5km/h Differenz kaum Brummis mehr überholen würden.
LKWs sind die Fahrzeuge mit der meisten Kilometerleistung, bei denen sich so einen "Luftdeichsel" sehr schnell amortisieren würde. Und wer möchte, kann sich mit seinem ähnlich ausgestatteten PKW ebenso einreihen. Ich hätte da keine Probleme mit, auf meinem Heck eine Art Zielkreuz und eine automatische Lenkung zu haben.
Wer fängt damit an ?
Eine andere Idee wäre, wenn beim Straßenbau und den Markierungsarbeiten einfach eine Farbe verwendet wird, welche gut "anpeilbar" ist. z. b: durch eingebundene Metallpartikel, Resonanzkreise und anderes, damit ein Fahrzeug die Spur hält. Auch hier würde es reichen, wenn einfach die rechte Spur so ausgestattet wäre, dass die LKWs und entsprechend ausgestattet Pkws automatisch Kolonne fahren könnten. dann hätten wir die Flexibilität eines Individualfahrzeugs mit der Personal sparenden Fahrarbeit einer Eisenbahn verbunden.
Vermutlich werden aber Millionen in die Forschung gehen um ein automatisches Fahrzeug zu entwickeln, welches genauso irrational fährt, wie heute der Mensch. Nicht umsonst sehen Roboter in Firmen immer aus wie Menschen in Blechgestalt.
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