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Steuern in Deutschland

Das Thema ist schon fast mein Lieblingsthema, oder Hassthema, je nach aktuelle Lage. Eigentlich wollte ich selbständig arbeiten, um das zu tun, was ich für richtig halte und die Kunden zu bedienen, die meine Ansichten teilen. So kam es dann auch, dass der Kontakt mit dem Finanzamt schon zwangsweise zustande kommt. Die Beschäftigung mit den diversen Steuern und Abgaben hat mich dann schon nachdenklich gemacht. Ist das wirklich noch das Land, in dem ich leben und arbeiten will ?. Die die Welt wirklich so kompliziert ?

Nun es hat sich bewahrheitet, dass es so kompliziert gemacht wird.

Als Angestellter ist das Steuerrecht vergleichbar einfach. Es gibt ein Bruttogehalt, von dem gehen Abgaben für Rente, Arbeitslosenversicherung etc etc ab. dann geht noch die Einkommensteuer nach einer kryptischen Tabelle ab und das drunten rauskommt, ist das Nettoeinkommen.

Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer, Vorsteuer

Soweit ganz gut, nur dass am Ende leider nicht das Nettoeinkommen zählt, denn von jede Mark, die ein Privatmensch später ausgibt, geht ja noch mal die Mehrwertsteuer davon ab. d.h. weitere 16%, die jeder Bürger zahlt, aber natürlich keine Firma.

Leider sind Firmen wie "Carius, Kindererziehung GmbH" nicht erlaubt, so dass die Kosten für "Aufzucht von Nachwuchs" weder steuerlich absetzbar noch vorsteuerabzugsfähig sind.

Auf der anderen Seite sagt das Finanzministerium, dass diese eine Steuer ist, die beim Endverbraucher anfällt, aber es andererseits nicht mit einem vertretbarem Aufwand möglich ist, diese dort auch einzufordern. Schließlich kann man als Finanzamt ja nicht von jeder Einzelperson erwarten, genau die "Einkäufe" aufzuschreiben um die abzuführende Mehrwertsteuer zu entrichten. Dafür bürdet man nun diese Last den Firmen auf. Letztlich müsste nur die Firma die Umsatzsteuer aufrechnen und einbehalten, die das Produkt an einen "Nicht vorsteuerabzugsberechtigten" Verbraucher veräußert. Das das wäre dann ja wohl "zu einfach".

Mit meiner EDV-Beratung erfahre ich auch, was diese Steuer "bedeutet". Es ist im wesentlichen ein durchlaufender Posten. Der Sinn dieser Steuer ist, dass der Staat an der Wertschöpfung der Produktion mitverdient. (als wenn er das nicht schon durch die Einkommensteuer, Gewerbesteuer, etc  tun würde). Zumindest hat mir das mal jemand erklärt, der es wissen müsste. Einleuchtend ist es trotzdem nicht, denn unterm Strich ist es eine weitere 15% Steuer, die die Kaufkraft jedes Bürgers reduziert. Also scheint unser Land nach dem Motto zu verfahren, lieber viele kleine "unsichtbaren" Steuern zu erheben, als gleich offensichtlich unverschämt auf dem Lohnsteuerbescheid offen zu legen, wie tief der Griff in die Taschen heute schon ist.

Mein Vorschlag: Weg damit. Waren kann nur der Kaufen, der dafür bezahlen kann. Die notwendigen Mittel (Geld) erhält man such das Einkommen bzw. den Lohn und hier wird sowieso schon besteuert. Und das genau das Geld sowieso als "Einkommen" versteuert wurde, kann man es ja auch gleich dann abziehen. Allerdings dürfte der Aufschrei groß werden, weil dann viele Leute die Augen geöffnet werden, dass selbst unser Spitzensteuersatz von 56% nicht die Wahrheit widerspiegelt.

Nebenbei gibt es auch hier wieder so viele Sonderfälle und Ausnahmen, dass der Verdacht aufkeimt, es gehe gar nicht um eine einfache und gerechte Besteuerung, sondern um eine Pfründesicherung. Warum soll die Beratung eines Arztes, die Kontoführungsgebühren einer Bank umsatzsteuerfrei sein, Nahrungsmittels und Bücher irgendwo bei 7% liegen und das meiste bei 16% liegen ?. Von den Sondersätze bei Reisekosten /12,3%, die 1999 auch im Rahmen einer kalten Entziehung gestrichen wurden) und anderen Umsätzen ganz zu schweigen.

Steuern auf Zinsen

Und dann gibt es da ja noch die Zinsabschlagssteuer. Ich finde es eigentlich richtig, da auch Zinsen "Einkommen" sind. Zwar werden die wenigsten soviel auf der hohen Kante haben, dass man von den Zinsen leben kann, aber es ist ein Gewinn, der durch das "Betriebsmittel Geld" erwirtschaftet wird und damit durchaus steuerpflichtig. Leider ist es aber nun so, dass unser Staat seinen eigenen Bürgern nicht trauen kann und daher direkt bei den Banken die Steuer einbehalten lässt. Das sind pauschal 30% oder so, d.h. jeder Staatsbürger zahlt gleichviel. Und das obwohl es doch eigentlich ein Einkommen ist. Also müsste es genau wie die Einnahmen aus geregelter Arbeit und anderem der Progression unterliegen. Demnach kommen Besserverdiener, mit einem Einkommensteuersatz von jenseits 30% richtig gut weg. Auf der anderen Seite sind die weniger Bemittelten bei uns sehr hoch gestraft. Daher gibt es nun den Freibetrag, der bestimmte Zinserlöse steuerfrei stellt. Sofern man den Überblick behält, bei welcher Bank man wie viel Zinsen bekommen wird und dann den Auftrag entsprechend aufteilen kann. Diese Ungleichbehandlung von Einkommen aus Arbeit und Einkommen aus Zinsen finde ich zumindest bedenklich.

Aber uns ist ja wohl allen klar, dass diese Steuer nicht alles ist. Der ganze Verwaltungsakt der Freistellungsaufträge, die Arbeit, die die Banken damit haben und all das wird ja sicher nicht billig sein. Unterm Strich werden die Banken zur Kostendeckung wieder auf uns zurückgreifen, so dass die Steuer effektiv höher ist.

Übrigens. Die Steuer wird ohne eine Inflationsbereinigung von den Zinsen abgezogen !!. d.h. es ist denkbar, dass Sie vielleicht 3 % Zinsen bekommen, aber die Inflationsrate mit 2% ihnen schon einen Großteil wegfuttert. Da sie aber auf die 3% wiederum 1/3 als Steuer abziehen müssen, sind sie unterm Strich ihre Geld los.

Daher sollte die Inflation mit eingerechnet werden. Wenn ich 3% Zinsen bei 2% Inflation bekomme, dann habe ich effektiv 1% Gewinn. Also wenn schon, dann darf nur der effektive Gewinn besteuert werden. Aber auf mich hört ja keiner.

Steuern auf Aktien ?

Aber wer spart denn heute noch auf einem normalen Sparbuch, Girokonto oder Festgeld.  Aktien sind in und wenn man die Anteile längere Zeit liegen lässt, dann sind die Kurzgewinne sogar steuerfrei.  Interessante Methode, steuerfrei sein Einkommen zu mehren, wenn es denn so klappt. Ein Risiko ist aber auch dabei.

So nun bin ich aber Selbständig und was für den Normalbürger seine Aktienanteile an Firma XY sind, sind bei mir Einlagen in meiner eigenen Firma. Auch die nimmt an Wert zu, aber trotzdem gibt es hier keine Steuerfreistellung.

Vielleicht sollte ich doch einfach alles auf Pump finanzieren und mein eigenes Geld in einer anderen Firma unterbringen. Hey macht jemand mit beim reihum Anlegen ? Ich leihe meinem Geld einem anderen Selbständigen und er leiht mir sein Geld. Nach genügend langer Zeit zahlen wir uns gegenseitig wieder aus und das ganze einkommensteuerfrei ?

Nun mal seriös: Warum sollten Aktiengewinne und Verluste nicht auch einfach "Einkommen" sein. Und zwar genau dann, wenn diese realisiert werden, sprich verkauft werden. Einkommensteuer sollte also immer genau dann anfallen, wenn Geld "zum Leben" genutzt wird. Damit wäre dann auch die Alterssicherung viel einfacher. Wenn ich meine Alterssicherung aus versteuertem Einkommen aufbaue, dann darf auch der Ertrag daraus nicht versteuert werden ?. Wie will das einer kontrollieren. Also muss einfach das Einkommen versteuert werden, aber die Altersvorsorge nicht. Die wird erst steuerlich wirksam, wenn man die Reserve als Rente aufbraucht. Da man dann mit "weniger" auskommt und damit auch weniger "Einkommen" beansprucht, ist anhand unserer Progression auch die Steuer geringer. Spricht die Rente reicht länger.

Steuern auf Luftschlösser

Leider ist das folgende kein Witz. Es betrifft mich selbst nicht, aber so idiotisch kann nur eine geldgeile Verwaltung sein

Wer ein Grundstück kauft und zugleich einen Bebauungsvertrag abschließt, muss nicht nur für den Boden, sondern auch für das geplante Haus Grunderwerbssteuer bezahlen. Dies bestätigte der Bundesfinanzhof mit dem Urteil vom 29. November 99. Danach darf das Finanzamt 3,5 Prozent des Preises für das noch gar nicht existierende Gebäude verlangen. Der Einspruch vieler Bauherren, die nur für das Grundstück Steuern zahlen wollten, ist damit abgelehnt. Tipp: Schließen Sie Ihren Bauvertrag zu einem späteren Zeitpunkt. Das spart bares Geld (AZ: II R 17/99)

Übrigens ist ähnliches auch bei Vererben zu beobachten. Der Fiskus will sein Geld immer gleich. Zwar hat man durch ein Erbe einen Wertzuwachs erhalten, aber all diese Werte waren ja bereits versteuert. Also warum muss der Staat hier noch mal die Hand aufhalten ?. Vor allem können solche Steuern bedeuten, dass jemand das Elternhaus oder Grundstücke notgedrungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen müssen, um die Steuern zu bezahlen. Meiner Ansicht nach ist ein Todesfall eh schon ein Bruch in der Familie, die einiges an Umstellungsaufwand bedeutet. Lasst die Erben ihren Erbteil zustehen. Zinsen aus dem Vermögen fallen ja eh wieder unter die Zinssteuer/Einkommensteuer und das Geld wird he wieder in den Kreislauf zurückgebracht. Wer soviel zu vererben hat, hat zu seinem Lebtag genug Steuern bezahlt. Irgendwo fängt die Verfressenheit an. Leider sind da alle Parteien gleich. Keiner wagt den Neuanfang bis irgendwann das Fass überläuft und wir österreichische Verhältnisse bekommen. 

Elster und Elsterformular

Seit 2005 muss jeder Unternehmer mittlerweile seine Umsatzsteuererklärung und einige andere "elektronische" abgeben. Im Prinzip ja gut gedacht, die Daten gleich am heimischen PC einzugeben und dann über das Internet an die Finanzbehörde zu senden. Ich habe dann im Januar 2005 auch das erste Mal geElstert und meine Eindrücke sind zweigeteilt:

Leider stellt sich für einen Firmeninhaber heute nicht die Frage, ob er diesem System vertraut oder ob er es nutzt. Er muss Kraft Gesetz daran teilnehmen und damit es wirklich niemand ignoriert, erhält jeder einige Monate zuvor einen Erklärung zu deren Unterzeichnung er wieder Kraft Gesetz verpflichtet ist. Ich denke den Prozess hätte man sich auch sparen können. Zumal es anscheinend niemand stört, wenn die Erklärung noch nicht unterschrieben wurde.

Buchhaltungshosting

Hallo Finanzamt. Wie wäre folgender weitergehender Vorschlag: Die Finanzämter schließen sich zusammen und bieten für kleine Firmen gleich eine Finanzamtkonforme Buchhaltung als Webanwendung an. Die meisten kleinen Firmen und Selbständige schreiben ja doch noch ihre Rechnungen mit Word oder von Hand und die Anzahl der Eingangsrechnungen ist auch überschaubar. Vielleicht sollte dieser Personenkreis einfach direkt ihre Buchführung "beim" Finanzamt machen. Einblick auf die Daten hat das Finanzamt ja sowieso. Und die weiteren Vorteile wären auch nicht schlecht:

Vielleicht ist das dann aber doch wieder zu nahe an der Planwirtschaft ?

Franks Steuerregeln

Nun ist es an der Zeit, eine Alternative anzubieten, denn schimpfen ist immer leicht. Das folgende Modell wird sicher so nicht realisiert werden, aber ist es wirklich so realitätsfern ?. Lesen Sie selbst:

Zuerst habe ich mir überlegt, was der Begriff "Steuer" bedeutet und wen es betrifft.

Zum einen sollten Steuern vielleicht bestimmte Entwicklungen vorantreiben oder verhindern, weil es die Bevölkerungsmehrheit wohl so will (glauben die Volksvertreter), z.B. weniger Benzinverbrauch zu erreichen, die Kindererziehung und Ausbildung fördern  oder den Wohnungsbau in den neuen Bundesländern unterstützen. Aber am Ende schenkt der Staat als Gesamtes niemandem etwas. Steuernachlässe an bestimmte Personen bedeuten immer, dass andere Personenkreise über Gebühr belastet werden. Von dem Aufwand für die Verwaltung, Umverteilung, Erklärungsnotwendigkeit etc. ganz zu sprechen, die jeden von uns einige gewisse Zeit an dem hindern, was uns Spaß macht: Am Leben

Also was macht einen Staat denn aus ?. Es sind  sicher nicht die Quadratmeter umzäunter oder bewachter Grund und Boden auf einem Planeten Namens Erde. Es sind auch nicht die Gebäude oder Firmen in diesem Land.

Es sind einzige die Menschen, die einen Staat bilden. Ohne die Menschen wäre das Land unbewirtschaftete Fläche. Es sind die Menschen, die hier Arbeiten, Leben, Wirtschaften. 

Für das Zusammenleben ist eine Infrastruktur notwendig, die sinnvoll nur von der Gemeinschaft getragen werden. Dazu zähle ich Kindergärten, Schulen, Straßen, öffentliche Verkehrsmittel etc. Auch dafür sind Steuern notwendig und auch gerechtfertigt.

Nur muss das alles so kompliziert sein ?, Einkommensteuer, Vermögenssteuer, Grunderwerbssteuer, Zinsabschlagssteuer um die bekanntesten zu nennen. Als Firma kommt dann noch die Umsatzsteuer und Gewerbesteuer und viele weitere Abgaben dazu.

Und wenn jemand glaubt, dass allein die Einkommensteuer/Lohnsteuer mit bis zu 56% ihr Einkommen belastet, dann ist das etwas blauäugig. Hohe Steuern auf Firmen vermindern den Gewinn dieser Firmen. Auf der anderen Seite zwingt das die Firmen natürlich auch, in ihrer Berechung geringere Löhne einzuplanen. Das fehlt natürlich dann auch in ihrer Schatulle. Weiterhin sind einige Waren zusätzlich mit Steuern belegt, z.B. Benzin, Spirituosen etc. Weiterhin entgeht den meisten, dass sie für jede Ware, die jemand als Privatperson kauft, weitere Prozente mit bezahlt, die direkt zum Finanzamt gehen. Das ist dann die Mehrwertsteuer. Firmen bezahlen diese Steuer nicht. Also heißt das, dass für jede Markt, die wir von unseren Arbeitgebern bekommen, eine ganz schöne Menge direkt wieder als Steuern an die Allgemeinheit gehen.

Wenn man glauben darf, was die Vergangenheit, so erzählt, dann gab es früher ein Zehnthaus, in dem jeder Bürger einen Zehnt abgeben musste. (neben der Abgabe für das Seelenheil). Mit dieser Minimalsteuer wurden aber auch nur die Minimalanforderungen erfüllt, nämlich die damaligen Politiker (sprich: Aristokraten etc.) bedient. Das reicht heute natürlich nicht mehr.

Wenn aber der Staat primär aus den Personen, den Menschen besteht, dann wäre es doch auch nur legitim, dass diese Menschen einen bestimmten Anteil ihres Einkommens als Steuern abgeben. (fix oder progressiv sei mal nun dahingestellt). Und alles andere erst mal steuerfrei bliebe. In der Kürze:

Sie sehen es bleibt noch einiges zu tun und ich habe nicht mal alle Ideen hier niedergeschrieben.

Wissen Sie, woran ich die Hilflosigkeit der Beamten des Finanzamts erkenne? Wenn es immer mal dick kommt, dann finde ich unter den Antwortschreiben immer mal einen Zusatz auf dem Brief, ich möge mich  bitte an einen Vertreter der steuerberatenden Berufe widmen.

Ein netter Versuch, Leute, aber ihr habt es in der Hand, die Gesetze einfach zu machen. Einfach und Verständlich ist die erste Voraussetzung für Fairness und Klarheit. Sonderfälle und Entscheidungsspielräume und das abdecken aller Sonderfälle mit unklaren und willkürlichen Entscheidungen sind der Sumpf aus dem Steuerbetrug, freie Auslegung, Missbrauch und Gestaltungsfreiräume entstehen. Solange der Berufszweig der Buchhaltungshelfer den Namen "Steuerberater" trägt, anstelle von "Buchhaltungshilfe". ist klar, dass etwas faul ist an der Steuergesetzgebung in unserem Lande."

Schwarzarbeit

Ich daher übrigens ganz gut verstehen, warum die Schwarzarbeit so blüht. Der Auftraggeber kann sicher sein, dass der Auftragnehmer das Geld "netto" bekommt und dieser ist natürlich sehr motiviert, weil er eben selbst bei halbiertem Listenpreismehr davon hat. Wenn eine Privatperson einen Handwerker offizielle beauftragt, dann ist er gleich zweimal bestraft. Er muss die Kosten aus seinem "Nettoeinkommen" bestreiten, da er meist die Ausgaben ja nicht steuerlich geltend machen kann. Es bildet sich quasi eine zweite Wirtschaft neben den offiziellen Wegen. Nun kann man schimpfen wie man will, aber besser wäre es die Ursache abzuschaffen, nämlich die extrem hohe Besteuerung bzw. die Doppelbesteuerung. Denn sind wir mal ehrlich.

Wenn von 100 € nach der Lohnsteuer noch irgendwo 70 € über bleiben und wir von diesem Geld eine Ware oder einen Handwerke bezahlen müssen, der eben 70 € verlangen muss weil er davon 15% als Mehrwertsteuer (10 €) an das Finanzamt zahlt und von den verbleibenden 60 € wiederum nach Abzug der Warenbeschaffungskosten (z.B.: 30 €), überkomplizierte Buchhaltung ( 1 € ?)  30 € als Gewinn über bleiben. Zieht der Handwerke dann sein Einkommen ab (was wiederum versteuert wird) und der Rest geht an den Staat als Steuer auf den Unternehmensgewinn (ca. 50%) und  die Gemeinde oder Stadt (Gewerbesteuer)

Alles überspitzt, aber von 70 € bleiben dem Handwerke grade mal vielleicht 20 € und der Kunde bekommt eigentlich eine Ware von 30 €. Die Verbindung des direkten Waren und Leistungsverkehr Namens Schwarzarbeit ist da sehr schnell hergestellt. Also bleibt für den Staat nur der Ansatz, diese Gefälle zu reduzieren. Genau das würde passieren, wenn jeder nur noch sein Einkommen versteuern müsste und damit sein Scherflein zur Gesellschaft beigetragen hat und danach einfach den Handwerker und seine Waren fair bezahlt. Natürlich muss auch der Handwerker seinen Lohn versteuern (womit das gleiche Geld schon wieder besteuert wird) aber wegen einigen Prozenten ist das Potential viel kleiner. Und wer hartnäckig "bezahlte Nachbarschaftshilfe" anbietet, macht dies so oder so. Es wird auch immer wieder Verkehrssünder, bestechliche Würdenträger und Spendensammler geben, die bestehende Gesetze verletzen.

Auf der anderen Seite kenne ich Leute die liebend gerne ihre "Nebentätigkeit" legalisieren würden. Warum gibt es keine Form, bei der eine Einzelperson einfach eine simple Buchhaltung (Einnahmen und Ausgaben gegeneinander rechnen) machen kann und das Ergebnis am Ende einfach in der Einkommensteuererklärung angeben kann. Sagen sie mir bitte nicht, das gäbe es. Die Formulare sehen das sicher vor, aber ich sehe es an meiner Tätigkeit. Es ist nicht "einfach" genug für jemand, der einfach nur das machen will, was ihm Spaß macht und das Einkommen einfach versteuern will.

Bisher konnte mir keiner erklären, warum ein EDV-Berater (der nachweislich keine Hardware an Privatpersonen oder Firmen verkauft, sondern einfach nur seine Dienstleistung) unbedingt eine Umsatzsteuererklärung, Gewerbesteuer etc. verbuchen muss.

Vielleicht doch das falsche Land ?

Auf jeden Fall ist etwas falsch, solange die Rechtslage so undurchsichtig ist, dass eine Suche nach "Steuervorteilen" so viele Treffer hat, wie aktuell.


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