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Lebenslauf

Dieser Lebenslauf ist weniger in einem Bewerbungsschreiben zu finden, sondern dient einfach als roter Faden, um die einzelnen Verbindungen zu anderen Seiten herzustellen und den beruflichen Werdegang etwas auszuschildern.

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Die ersten Jahre sind schnell erzählt, wobei hier die wenigsten Erinnerungen bestehen. Grundschule in Bellheim, Goethe-Gymnasium in Germersheim.

Interessant war dort der erste Kontakt mit den Computern, mein erster C-64 und nach der ersten Spielwut der Umstieg auf einen Apple-][.

Ich war sicher ein recht neugieriger Schüler in den technischen Fächern, während ich in den sprachlichen Bereichen sichtbar Probleme hatte. Aber dass dies besonders in Englisch nicht so schlimm war, merkte ich recht bald. Schulenglisch ist das eine, Englisch sprechen, wenn man muss, das andere. Und da die "Ausländer" meist kein Deutsch sprechen wollen oder können, oder das noch viel schlechter ist, sind alle froh, wenn ich mit einem nicht geschliffenen Englisch doch entgegenkomme.

Die letzten drei Jahre habe ich einige Artikel in der Schülerzeitung Tam-Tam mitgeschrieben. Als Computerfreak war man auch immer gut an der Tastatur begehrt. Damals noch mit AppleWorks und eine Typenradmaschine als Drucker.

dunkelgrün

Die Zeit beim Bund war eine Notwendigkeit. Ich wäre eigentlich der ideale Verweigerer gewesen. Damals schon bei der Feuerwehr Bellheim aktiv, (aber nicht um den Bund zu meiden) und als Gegner von Gewalt und Waffen. Aber ich hatte meinen Ausbildungsplatz fest in der Tasche und der Ersatzdienst war damals noch so lange, dass ich meine Ausbildung um ein weiteres Jahr verzögert hätte. Im nachhinein wäre fraglich gewesen, ob es überhaupt noch geklappt hätte, da Nixdorf ja gekauft wurde. Der Rechtsstaat geht schon seltsame Wege. Also habe ich die 15 Monate abgerissen und als dunklen Fleck in Erinnerung. Das war eigentlich die erste Erpressung in einem Leben. Heute würde ich mich sehr viel mehr wehren. Mehr Worte will ich dazu auch nicht machen.

1988 Ausbildung BAK8

Noch während ich offiziell beim "Bund" war, habe ich dann bei meinem neuen Arbeitgeber, der Nixdorf Computer AG in Paderborn, mein berufsvorbereitendes Praktikum absolviert (Sägen, feilen, bohren etc) um dann zum 31.10 meine duale Ausbildung zur Dipl. Ing (BA) Technische Informatik zu starten.

Für alle, die nicht wissen, was "(BA)" bedeutet hier in aller Kürze: BA steht für "Berufsakademie" und ist ein der Fachhochschule (FH) gleichgestellte Ausbildung, die in enger Kooperation mit einem Ausbildungsbetrieb erfolgt. Ich bin "Azubi" einer Firma mit Lehrgeld, Urlaubsanspruch und allem drum und dran, nur dass die Firma mich 50% der Zeit zur BA (bei mir war es die Berufsakademie Mannheim schickt. Der Ausbildungsgang an der BA ist daher nicht so wissenschaftlich und forschend ausgelegt, wie ein Universitätsstudium, sondern praxisnäher und mit 3 Jahren auch kürzer als ein FH Studium. Damit dies nicht an der Qualität leidet, sind die Firmen und die BA angehalten, die Ausbildung zu optimieren. Die Lehrer sind daher oftmals Praktiker aus den Firmen, und die Firmen haben auch direkten Einblick in Zeugnisse und Lehrpläne. Umgekehrt wird von den Studierenden auch viel gefordert, was sich sowohl im Zeitaufwand als auch der strengen Prüfungsordnung niederschlägt. Viel mit Klausuren wiederholen ist nämlich nicht. Insofern entging mir das angeblich schöne Studentenleben, aber auf der anderen Seite kann ich heute auf eine sehr gute Ausbildung zurückblicken, zu der die damalige betriebliche Ausbildung der Nixdorf Computer AG viel beigetragen hat. Die praktischen Tage in Paderborn waren sehr gut auf die Theorieteile in Mannheim abgestimmt und durch die Nutzung von Firmenwohnungen ging auch keine Zeit durch die Suche nach einer Bleibe verloren. Allerdings konnte sich auch kein Staub absetzen, wenn man alle 3 Monate "umzieht".

Ich kann rückwirkend nur dankbar für diese Ausbildung sein und hoffe, dass viele praktische interessierte Schüler, die ein trockenes langes Uni-Studium fürchten aber nicht einfach nur eine "Lehre" machen möchten, hier einen guten Mittelweg gefunden haben. Ausbildungsbetriebe gibt es auf jeden Fall genug (Siehe http://www.ba-mannheim.de/indexie.html). Die Adresse der Ausbildungsklasse BAK8 finden sie unter http://www.voegtle-clan.de/bak8

1991 Arbeitgeber Siemens

Da stand ich nun. Gut ausgebildet dank Nixdorf  und drei Tage vor dem Ende der Ausbildung noch keinen Job in Aussicht. und ziemlich ziellos. Dann gab mir Gerd eine Adresse und Telefonnummer. Mein NetWare MHS war schnell eingerichtet und ab die Mail. Ein Passbild per Faxmodem "gescannt" als Anlage bei und fertig war die Bewerbung.

Na ja drei Tage Später hatte ich meinen Job. Und der war genau das richtige. Mithilfe beim Aufbau eines NetWare Netzwerks im Bereich Finanzen direkt am Wittelsbacher Platz. und kaum eine Woche da, wurde ich in den Flieger in die Filiale in London gesetzt. Und das mir, der vorher noch nie geflogen ist, mit einer 4- in englisch. Na so lernt man dann halt schneller schwimmen, wenn das Wasser tief und extra kalt ist.

Ich hab in den 15 Monaten München es nur einen Tag in das deutsche Museum geschafft. Die ersten 9 Monate waren so aufregend, dass ich an gar nichts anderes gedacht habe und die letzten Monate so nervig dass ich nur noch weg wollte.

1992 NetWare CNE

Zu dem Zeitpunkt hat Novell auch seine "CNE Test Festivals" veranstaltet, bei denen ich für 395 DM bis zu 10 Tests machen konnte. Natürlich ohne Schulung oder Kurse, aber zwei Jahre intensives Arbeiten mit NetWare sollten doch reichen oder ?. Na gut. Networking Technologies durfte ich dann doch mal wiederholen. Aber alle anderen auf Anhieb !!. und das ganze abends im Hotel in München von 17:00 bis 22:00 Uhr. Die ganzen Prüfungsergebnisse sind auch online.

1993 out of Service

Arbeitslos ?. Ja ja so kann es gehen. Ich war wirklich mit dem CNE in der Tasche einige Monate arbeitslos. Da ich selbst gekündigt hatte, wurde mir auch noch anfangs das Geld gestrichen. Aber das war alles nicht schlimm, wenn man keine großen Ansprüche stellt und bei den Eltern unterkriechen kann. Es war ausreichend Zeit sich über den weiteren Werdegang klar zu werden und die entsprechenden Weichen zu stellen.

Interessant oder erschreckend fand ich dabei, dass in der ganzen Zeit von 8 Monaten nicht ein einziges Angebot an mich herangetragen worden ist. Wenn ich kein Einzelfall war, dann muss ich mich wirklich fragen, wozu diese Anstalt denn bezahlt wird. Und das, obwohl schon nach einem Monat der so genannte "Fachvermittlungsdienst" eingeschaltet worden ist. Das war dann aber auch das einzige Schreiben, das mir zugegangen ist. Eine lehrreiche Erfahrung, die mich aber mehr und mehr darin bestätigt hat, mein Schicksal selbst in die Hände zu nehmen.

Da hat mich am Ende dann auch nicht mehr gestört, dass von den versprochenen 3000 DM "Startfinanzierung" seitens des Arbeitsamtes am Ende dann auch nur noch 600 DM übrig geblieben sind.

Die Erfahrung, die mir keiner nehmen kann: Verlass sich auf das Arbeitsamt und du bist verlassen und vergessen.

1993 Selbständig

Nun ist es passiert. Frank Carius EDV-Beratung wurde als Gewerbe angemeldet. Diesmal funktioniert die Bürokratie allerdings reibungslos. Das Finanzamt hat schon knapp eine Woche später ihre Schreiben an mich abgesetzt und auch all die anderen ehrenhaften Institutionen, welche immer nur mein Bestes wollen (nämlich mein Geld) sind wach geworden. Als da wären: Diverse Adressbuchverlage, suspekte Anlageberater und natürlich die IHK.

Darauf hatte mich keiner vorbereitet. Weder in der Schule, noch das Studium, noch der Arbeitsamtberater dem ich von der Tasche gerutscht bin, noch der Steuerberater, der für das Arbeitsamt eine "positive Einschätzung" schreiben musste. Deutschland armes Gründerland. Muss jemand mit einer guten Idee immer erst jemanden finden, der die Bürokratie erledigt und damit jede Pflanze im Keim ersticken ?.

Die Geschäfte liefen langsam an. Zusammen mit meinem Partner Uwe Ulbrich in Paderborn stemmten wir die ersten Projekte und die Geschäfte nahmen langsam Fahrt auf. Der erste Mitarbeiter und ein Sekretariat wurden notwendig und 1995 wurde dann eine GmbH gegründet.

Da ich aber aufgrund der Erfahrungen bei Siemens nie wieder "angestellt" arbeiten will, gibt es die Frank Carius EDV-Beratung weiterhin. Die Erfahrungen, auch wenn es mich Geld kostet, möchte ich nicht missen, denn sie erweitern schon den Horizont und lassen so machen Meldung der Nachrichten in einem anderen Licht erscheinen. (Siehe auch Meinung)

Da immer mehr die Microsoft Systeme in die Netzwerke eingezogen sind, habe ich mir nach und nach das notwendige Wissen aufgebaut. Da waren die Tests dann nur noch der Abschluss und die Bestätigung für mich, nicht ganz falsch zu liegen.

1995 Die GmbH kommt

Das Geschäft lief sich richtig gut an, so dass ich sich ein Partner gefunden hat, der neben der technischen Orientierung auch kaufmännisch interessiert ist. So konnte es nur einige Zeit dauern, bis eine eigene GmbH gegründet wurde (siehe www.netatwork.de). Trotzdem möchte ich meine einmal gewonnen Freiheit nicht aufgeben und die Erfahrungen meines letzten Arbeitgebers und die "Pause" danach bestärken mich, meine "Firma" weiter leben zu lassen und möglichst unabhängig und autark zu sein.

1996 Erster MCP-Test

Wurde ja auch mal langsam Zeit wird nun der ein oder andere sagen. Es hat tatsächlich bis zum 05. Nov 1996 gedauert, bis ich meinen ersten MCP Test durchgeführt habe. Ich bin halt lange Zeit "Novell-Rot" gewesen. Und wenn nicht schon damals Optus sich als Plattform für FACSys 4 für Windows NT entschieden hätte, könnte ich heute nicht auf die lange Erfahrung zurückblicken. Glück gehört auch dazu. 

1999 TechEd und USA

Das Jahr hatte zwei echte Höhepunkte, die beide auch von einer großen Firma gesponsert wurden:

Im Februar wurde mein Engagement in der deutschen Microsoft Exchange Newsgroup überraschend durch die Ernennung zum MVP gekrönt. Nachdem ich dann auch erfahren habe, was das MVP-Program bedeutet und es wirklich kein "Vertrag" mit irgendwelchen Pflichten gibt, habe ich angenommen. Damals wusste ich noch nicht in welchen Kreis ich da aufgenommen wurde :-)

Am 18. Jun 1999 habe ich mal wieder einen MCP-Test absolviert und war recht überrascht, dass damit die Auszeichnung "MCP + Internet" verbunden war. Und das gerade mal 9 Tage, nachdem ich die alle Tests für den MCSE zusammen hatte.

Als MVP wurde ich auf die Microsoft TechEd im Amsterdam eingeladen. Das war mein erster Besuch auf solche einer Veranstaltung aber der kam genau richtig. Die heiße Phase von Windows 2000 hat gerade angefangen und die Vorträge, Eindrücke und Ideen dieser Veranstaltung haben fast schon zu einer Euphorie geführt, was Microsoft betrifft. Ich hoffe das was nicht das letzte Mal, dass ich solche eine Veranstaltung besuchen kann. Auch im Jahr 2000 habe ich mir fest die Buchung vorgenommen, und wenn ich es aus eigener Tasche bezahlen muss. Den kostenfreien MCP-Test "Deployment of IE with IEAK" habe ich dann leider nicht geschafft. Man kann halt doch nicht alle Tests einfach so bestehen, vor allem, wenn man kein Internet Provider ist. Also muss der "MSCE + Internet" noch etwas waren.

Und weil dem noch nicht genug war, durfte ich im Oktober 1999 nach Redmond zum MVP-Treffen fliegen. Das erste mal in den USA. Das erste mal ein Flug von 15 Stunden und das erste mal 9 Stunden Zeitverschiebung. Der erste Tag ganz schön lang. Aber auch die Eindrücke dort haben wir viel gebracht. Zum einen der Austausch mit anderen MVP's als auch einfach der Gesamteindruck "Microsoft" und natürlich USA.

Ist das dann schon Bestechung, Begünstigung oder Vorteilnahme ??. Na ja, es steht jedem frei, alles zu tun, um MVP zu werden. Ihr seid willkommen aber täuscht euch nicht. Der Zeitaufwand ist höher als diese Benefits wert sind. Es geht ja auch nicht darum MVP zu "bezahlen", sondern einfach um eine Anerkennung.

Viel Zeit ging in diesem Jahr auch auf die leidige Y2K-Umstellung und Überprüfung drauf. Am Ende war dann alles gar nicht so schlimm, oder ?

2000 MVP, Cluster und ...

Das Jahr ist noch kaum zwei Monate alt, da wurde ich schon wieder zum MVP gemacht. Ich freue mich darüber, dass eine Firma wie Microsoft dieses Programm weiterführt und mich so bei meiner Arbeit unterstützt. Aber auch ohne MVP würde ich genauso aktiv in der Newsgroup mitmachen. 

Wenn man schon einige MS Cluster Server installiert hat und auch betreut, ist es nur logisch, auch mal den passenden Test abzulegen. Am 6. März war es dann soweit, auch diese Qualifikation zu erreichen.

Ende Mai war ich dann zu Besuch auf der Exchange und SQL Developer Konferenz in München, um als MVP den Besuchern ihre Fragen zu Exchange zu beantworten. Auf der anderen Seite habe ich auch so mein Wissen etwas aufgefrischt. Und dann natürlich TechEd. Das Mekka für Leute wie mich, die immer ein paar Schritte vor der Allgemeinheit wissen wollen, was kommt und wie es geht.

2001 und mehr

Nun ja die Anzahl der Besuche auf Fachkonferenzen und Messen nimmt zu, so dass ich hier nicht mehr jede einzelne aufzeigen will. Natürlich gehört auch die TechEd dazu und auch der MVP Summit in Seatte. Mittlerweile bin ich auch MCT und MCSE 2000 und auch mein NetWare CNE wurde auf CNE5 aktualisiert.

Diese Jahr war auch die Zeit, als ich beschlossen habe, häufig vorkommende Fragen in der Exchange Newsgroup auf eine eigene Webseite zu stellen. (Siehe www.msexchangefaq.de).

Ich lasse mich mal überraschen, was die kommenden Jahre so bringen

 


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