Gewerkschaften, Produktivität und Lohnsteigerung
Es gibt einige recht statische Werte in unserem Land. Das eine ist der Warenkorb, den so eine statistische Behörde jeden Monat berechnet und basierend darauf eine Preissteigerung feststellt.
Das ist dann die Inflationsrate, der zweite Faktor in meiner Berechnung, der z.B. auch schon bei den Zinsen zur Sprache kommt.
Nun kommt es ja alle Jahre wieder vor, dass das Säbelrasseln der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände sich auf neue Lohntarife einigen dürfen. Da glaubt man das wären Erwachsene Personen aber statt dessen wir in der Öffentlichkeit getratscht und gewettert, dass ich mich schon fast schämen muss. Vielleicht ist das Metier so, da bin ich aber froh, damit nichts zu tun zu haben. Aber etwas wundert mich schon etwas, rein aus Prinzip:
Eine bestimmte Arbeit ist etwas wert in unserem Land. Tatsache ist auch, dass durch die Inflation der Lohn immer weniger wird. Daher gibt es immer mal wieder Lohnsteigerungen, um eben diese Verluste auszugleichen.
Aber warum muss die Steigerungsrate immer höher liegen als die Inflationsrate ?. Vielleicht bin ich blauäugig, aber warum wird die Lohnsteigerung nicht einfach an der Inflationsrate festgemacht. Damit ist sichergestellt, dass alle Personen den ihrer Arbeit entsprechenden Lohn bekommen.
Es ist ja Realität, dass sich Menschen weiterentwickeln, ältere Menschen in die Rente gehen oder versterben und die Lücken durch aufrückende junge Personen gefüllt werden. So wie eine Person also eine qualifiziertere Stelle ausfüllt, vielleicht Gruppenleiter oder mehr wird, steigt automatisch das Entgeld. Bei einigen Berufen zählt ja auch die Betriebszugehörigkeit mit hinzu. Schon so erhält der einzelne nach und nach mehr Geld und zwar genau in der Art, wie er sich weiterentwickelt.
Also wäre es nun einfach an der Zeit, für eine Arbeit einen "Wert" zu ermitteln.
Aber was mir nicht in den Kopf will ist die Argumentation, der Arbeitgeber hätte seinen Betrieb besser strukturiert und durch neue Maschinen eine bessere Effektivität erreicht. Das müsse beim Lohn mit beachtet werden. Hey Leute hör ich recht ?. Was bitteschön hat der Arbeitnehmer damit zu tun ?
Wenn er aktiv bei der Umgestaltung und Steigerung der Effektivität mitgewirkt hat, dann dürfte das häufig auch über einen Verbesserungsvorschlag gelaufen sein. Das interne Vorschlagswesen ist sicher der beste Weg, Mitarbeiter zum "Mitdenken" zu bewegen und finanzielle Anreize zu schaffen.
Aber als Arbeitsnehmer kann ich doch wohl froh sein, wenn eine Firma effektiv arbeitet, weil das meinen Arbeitsplatz langfristig sichert. Und wenn ich teilhaben möchte, an der Firma, dann gibt es ja immer noch die Option, sich an der Firma zu beteiligen, z.b. über Aktien. Eine Firma die floriert und wächst braucht ebenso neue Mitarbeiter und weitere Hierarchiestufen werden gebildet. Wieder einige "besser" bezahlte Posten.
Aber ist es wirklich im Interesse der Allgemeinheit, wenn jemand, der jahrelang den gleichen Job ausfüllt und damit zufrieden ist dann Jahr für Jahr ganz alleine auch netto mehr Lohn ausgezahlt bekommt ?.
Vielleicht will mir das ja mal einer erklären...
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