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Gesundheit und deren Kosten

40 Arbeitsstunden in der Woche ?  davon kann ich nicht mal träumen, aber dafür macht mir mein Beruf auch Spaß und der Begriff "Beruf" passt um so besser, wenn man sich zu dem "berufen" fühlt, was man macht.

So ist es bei mir und ich denke, wenn ich in einem anderen Zweig arbeiten würde, dann dürfte ähnlich viel Zeit auch darauf verwendet würden, das "Hobby" zu pflegen. Bei mir ist beides das gleiche. Ich find es gut.

ABER auch wenn man wie ich weit mehr Arbeit und auf seinen Körper so mancher Belastung aussetzt, ist das gesamte genauso eine  "Gewinn und Verlustrechnung", wie sie jede andere Unternehmung macht.

Wenn Sie mal kurz überschlagen:
30.000 Kilometer im Jahr im Auto unterwegs, bei einem idealistischen Schnitt von 90 km/h (ist nur ne Rechnung) sind das 333 Stunden "autositzen" oder in 35h-Arbeitswochen umgerechnet 9,5 Wochen "sitzen". Aber der Mensch ist nun mal nicht zum Sitzen geboren, sondern mehr zum Bewegen.

Auch die Volkswirtschaft rechnet und niemand ist verpflichtet, einen "Ausgleich" für die träge Tätigkeit zu leisten, aber am Ende sind das die Menge der schönen Zivilisationskrankheiten, die uns im Alter so darben lassen.

Bei meiner ersten Firma wurde einmal in der Woche 2h "Firmensport" angesetzt. Ob das gesetzlich vorgeschrieben war, weiß ich nicht, aber auch die Firma wird "gerechnet" haben und es muss sich wohl lohnen. Verschenken tut heute keiner mehr was.

Ich habe bis heute aber keine Informationen erhalten können, inwieweit Ausgaben hierzu abzugsfähig sind. Auch ohne das mache ich für mich eine Rechnung auf und investiere einige Mark in meine eigene "Bewegung". Schwimmbäder sind z.B.: nicht ebenso wenig kostenfrei wie Fahrräder oder selbst so was banales wie Laufschuhe.

Aber machen Sie sich keine Sorgen. Auch eine steuerliche Absetzbarkeit würde keinen Einfluss auf meinen "Ausgleichssport" haben. Diesen "Luxus" leiste mich mir schon alleine.

Nur korrekt finde ich es nicht, denn so bezahle ich "doppelt":

Zum einen bezahle ich meine Ausgaben für die Erhaltung meiner körperlichen Leistungsfähigkeit und zum anderen zahle ich trotzdem in eine Krankenversicherung ein, die nach dem Solidarprinzip auch die schlechten "Kunden" durchzieht.

Zum Teil habe ich mir schon geholfen, indem eine private Krankenversicherung mehr auf die persönlichen Leistungsansprüche und Krankheitsverläufe eingeht. Ich bin keineswegs dafür, dass "kranke" Personen auch noch finanziell übermäßig belastet werden sollen. Wer krank ist, sollte eine gute Versorgung in Anspruch nehmen können.

Aber es muss ein Anreiz geboten sein, sich "kostengünstig" zu verhalten. Ich denke ein Bonussystem wäre hier durchaus angebracht. Was verbietet es einer Krankenkasse eigentlich, einen Lauftreff zu organisieren, oder verbillige Eintrittskarten für das Schwimmbad für die Mitglieder zu ermöglichen ?.

Die einzige positiven "Schuldner" sind in der Hinsicht vermutlich die Raucher. Zigarettenkonsum senkt nachweislich das Lebensalter und führt zu vermehrten Kosten für die ärztlichen Versorgung. Aber zum Glück nur für eine Schrecksekunde. Die Sterblichkeit ist hoch genug, um sich bei jedem Raucher für die Beiträge zu bedanken. Solange er mit seinem kürzeren Leben und dem Genuss von Nikotin selbst zufrieden ist und die notwendige Rücksicht auf die "Nichtraucher" übt.

Meine Meinung ist hier klar: Rauchen ist ein Laster und eine Sucht, bei der Ähnlich wie bei Alkohol und anderen Drogen wissentlich die Gesundheit und der Geldbeutel ruiniert wird. Ich würde mich schon allein wegen der Kosten nie zum Rauchen entschießen. Ich denke es dauert nicht mehr lange, bis solche "Risiken" sich auch in der Krankenversicherung niederschlagen, bzw. die Zuzahlungen höher ausfallen, wenn der Mensch nicht endlich die Verantwortung über seinen eigenen Körper übernimmt.

Auch Kassenpatienten sollten am Ende des Jahres einen "Kontoauszug" erhalten. Vielleicht wissen Sie dann mal, was Sie die Allgemeinheit kosten. Zwar wird das niemanden daran hindern, weiter unvernünftig viele Kosten zu verursachen (ist ja nicht mein Geld glauben wohl viele) aber das Geschrei über steifende Kosten würde verschwinden. Ein Bonus-System könnte aber vielleicht doch zu einem Umdenken führen.

Vielleicht finden Sie in 40 Jahren hier einen anderen Artikel, wenn ich älter und gebrechlicher und vielleicht auch etwas weiser geworden bin. Vielleicht sehe ich aber auch einige klarer, weil ich mir Gedanken darüber mache.


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