Essen und Trinken
Wovon lebt jemand, wie ich, oder von was lebt er ?. Nun das ist recht einfach erklärt, wenn ich mir die drei Situationen vorstelle, die es da so geben kann
Bei den Eltern
Ganz klar, auch mich zieht es immer mal wieder nach "Hause", und da bleibt mir dann nicht mehr so die Wahl: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Allerdings habe ich als Gast da dann doch schon ein gehöriges Mitspracherecht. Also brauche ich mir da keine Gedanken zu machen. Gemüse, Obst, Müsli, Fleisch. Eben "übliche" deutsche Essenskultur. Aber schon auf höherem Nivea. Das muss ich meinen Eltern schon zugestehen.
Unterwegs
Nun ist es aber so, dass ich beruflich oft auf Achse bin. Es ist Tatsache, dass ich zu wenig an einem Ort bin, um mich richtig "häuslich" einzurichten. IM Bezug auf "Essen" bedeutet das, dass es nicht sinnvoll ist einen Kühlschrank zu füllen und zu unterhalten. Also erstreckt sich meine Essensversorgung auf die Beschaffung kurzfristiger Nahrungsmittel. Also frisches Futter, welches sich ein bis zwei Tage hält (z.B. Milch, Obst, Käse) oder sehr viel länger. (Müsli, UH-Milch, Naschwerk, Mineralwasser, Fruchtsaft).
Sofern ich in Hotels bleibe, bietet sich das Frühstück natürlich als erste Nahrungsquelle des Tages auf. Aber auch sonst findet sich unterwegs immer eine Stelle, sei es ein Hofverkauf am Straßenrand, ein Supermarkt oder eine Tankstelle.
Abends eignen sich dann diverse Italiener etc, um mal schnell ne Pizza oder einen Salat zu verspeisen.
Schnellrestaurants a la Mc. Donalds, Burger King und andere haben aber schlechte Karten bei mir. Dann lieber ein Stück Brot in die linke hand und ein Stück Käse in die andere oder ein paar Stücke Obst.
Wie ihr aus diesen Schilderungen gut entnehmen könnt, bin ich kein leidenschaftlicher Kocher und meine Künste in diesem Bereich sind auch eher rudimentär. Richtig Kochen scheitert einfach an der mangelnden Praxis und damit auch der Phantasie. Aber dafür bin ich ein wahrer Meister im Schnipseln von Obst für ein frisches Müsli.
Im Auto
Durch meine Tätigkeit passiert es häufig, bzw. es ist der Normalfall, dass das Auto zum Kleiderschrank, Kühlschrank und zeitweiligem Lebensraum umgestaltet wird. im Bezug auf das Essen gilt es hier einiges zu beachten.
- Haltbarkeit
Primär ist die Haltbarkeit zu beachten. Ohne Kühlung und wechselnde Temperaturen belasten die Güter mächtig, so dass ein schneller Umschlag vorzuziehen ist. - Schüttelfest
Kilometer um Kilometer auf der Piste schüttelt schon kräftig. Es ist was nicht so, dass die Milch zu Butter wird. (das ist mir mit dem Motorrad schon mal passiert :-) ), aber dauernde Bewegung ermüdet jeden Keks. Je mehr ein Keks mürbe ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es krümelt. - Krümelarm und schmierarm
Womit wir schon beim Krümeln wären. Wenn eine extra Pause zum essen nicht eingeplant ist, und man daher bei der Fahrt immer mal etwas nascht, sollte es möglichst wenig krümeln. Zwar lassen sich Krümel gut aussaugen, aber ein Krümel, der einige Kilometer ins Poster eingearbeitet wurde, ist schwer zu entfernen.
Das ist aber immer noch besser als Lebensmittel, die weich sind und schmieren. Selbst im Winter kann ein Krümel Schokolade auf der Hose nach einiger Zeit richtig fiese Flecken machen. - Wärmefest und trenntauglich
Gerade im Sommer wird es im Auto natürlich richtig heiß. Aber auch im Herbst und Frühjahr bewirkt ein paar Stunden direkte Sonne eine merkliche Aufheizung. Daher eignen sich hochkarätige Nahrungsmittel wie Schokolage und alle Snacks mit Schokoladenanteil maximal im Winter als Marschverpflegung. So schade das auch ist.
Auch müssen die einzelnen Portionen gut trennbar sein. zusammengeschmolzene Weichgummis sind nicht mehr mit Genuss zu essen. - Müllreduziert
In Ermangelung eines Mülleimers darf natürlich auch der Rest nicht allzu belastend für das Klima im Auto sein. ideal sind Kartonverpackungen, die nicht gesondert in einer Tüte deponiert werden müssen. Übel sind echte Essensreste, z.B. von Obst, welches nicht schnell genug auf einem Parkplatz entsorgt werden kann. Von Vorteil sind hier Kernfrüchte wie Mirabellen, deren Kerne nicht gammeln, oder Äpfel, die man auf einem Parkplatz ausschneidet und dann auf der Fahrt verspeist.
In meiner Praxis als autotaugliche Nahrungsmittel haben sich herausgestellt:
- Kaugummi in jeder Art, wobei bei langer Lagerung die flüchtigen Inhaltsstoffe das Verpackungspapier tränken. Allerdings putzt es so die Zähne mit und ist aus Sicht der Kalorien am unbedenklichsten.
- Butterkekse natur und Vollwert, wie auch alle anderen harten zähen Kekse.
- "Werthers Echte"- Bonbons. Werden einfach nicht weich, auch bei großer Hitze nur etwas klebrig, aber immer noch sauber aus der Verpackung zu lösen
- Dauerkonserven wie Cashew-Kerne in der Dose. Erdnüsse sollen auch gehen, aber könnten schon wieder zu klein sein und sind nicht mein Geschmack.
- Erstaunlicherweise halten sich Stärkegummibären sehr gut auch bei großer Hitze. Während normale Gummibären mit Gelantine bei Hitze schmelzen und verkleben, sind die gelatinefreie Bären robust und genießbar. TIPP: http://www.baeren-treff.de
- Als Getränke eignet sich nahezu alles in Dosen und Flaschen, wobei ich allein aus praktischen Gründen die 1l oder 1,5l PET-Flaschen in einer Kiste vorziehe. Das Volumen passt eher, als 0,33er Dosen und produziert weniger Müll. Zudem lassen sich die Flaschen leichter verstauen und rollen kaum unter die Pedale uns sind damit um einige sicherer. Auch kann man so schnell mal "Ersatzkühlwasser" mitführen, wenn Gefahr besteht.
Auch 0,5l -Kakaogetränke sind gut geeignet, wenngleich ich die Haltbarkeitsfrist hier nicht ausschöpfen möchte. Aber besonders wenn es warm ist, ist Milch appetitlicher zu konsumieren als Apfelsaftschorle.
Bedingt geeignet sind:
- Müsliriegel (Corny etc) da sich diese bei warmer Witterung leicht auflösen, aber solange sie verpackt sind, kann man sie nach dem Erkalten immer noch gut essen
- Butterkekse mit Schokolade. Mit Ausnahme des Hochsommers mildert der Kekse die Fließfreundlichkeit und auch leicht angeschmolzen kann man sie zumindest im erkalteten Zustand noch essen.
- Obst
Während Äpfel auch einige Tage aushalten, sind Birnen und Bananen gefährlich Sie werden schnell angegriffen und auch die Reste sind nur bedingt gut zu lagern bis zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit.
Ungeeignet waren die klassischen Werbenahrungsmittel wie
- Kinderschokolade (Nicht mal in einer Thermobox überleben diese einen wärmeren Tag)
- Tafelschokolade (wird weiß und entmischt sich, Bähhhh)
- Schoko-Riesen (verkleben und werden dann unansehnlich und nicht mehr einzeln essbar)
- Snickers, Raider, Mars etc. Klebt einfach alles zu stark nach Erwärmung
Sünden
Nun habe ich die ganze Zeit von Obst, Müsli etc erzählt. Das ist nicht die ganze Wahrheit, denn es gibt auch noch den anderen Frank, der ganz unvernünftig nascht und sündigt. So zählen durchaus Eis, Gummibären, Kekse und natürlich Schokolade mit zum Speiseplan.
Bei Eis sind mir die "klassischen" Sorten wie Vanille, Erdbeere, Nuss am liebsten. Mit Schokoladeneis oder anderen Spezialitäten kann ich gar nicht so viel anfangen. Am liebsten irgendwo zwischen 500g (Langnese Blättereis Zitrone) und 750 g (Landliebe Vanille, Kirsch oder so) bewegt sich da meine Portion. Passend dazu liegen an verschiedenen Stellen immer Löffel bereit (z.B. im Büroschrank, im ehemaligen Aschenbecher des Autos, im Koffer, im Schreibmäppchen usw.)
Für Gummibären kann ich einfach nur www.baeren-treff.de empfehlen. Zumal auch die Packungsgrößen mit 1kg schon praxisnah sind. Bei Keksen sind "Hobbits" und normale Butterkekse die Favoriten, aber auch diverse Müslikekse verirren sich in das Netz :-).
Nun wisst ihr schon verdammt viel über meine Essgewohnheiten. Wo kann ich eure nachlesen oder erzählt bekommen ?
www.carius.de

