Heroin, Rauchen, Alkohol und andere Drogen
Mir ist egal, wer sich mit welchen Hilfsmitteln und Glückgefühl verschafft oder dein Leid erträglich macht. Auch ich habe meine Gelüste und werde bei einigen Dingen schwach. Aber es ist ein Unterschied, ob sich jemand selbst schadet, oder die Schädigung anderer Personen oder Gegenstände fahrlässig oder vorsätzlich in Kauf nimmt. Ich hab hier einfach mal einige Beispiele aufgeführt.
Drogen
Ich kann von mir behaupten kein einziges Mal mit den üblichen bekannten Drogen direkt oder indirekt in Kontakt gekommen zu sein. Ich habe auch noch nie den Wunsch verspürt, damit einmal zu spielen.
Aber ich sehe natürlich die Auswirkungen von Drogen wie Heroin, LSD und andere auf die Persönlichkeit und Lebensumstände der Konsumenten.
Tatsache ist aber, dass Drogen hergestellt und angeboten und ebenso konsumiert werden. Ich stelle mit die Frage, warum, es Menschen wie mich gibt, die keinen Bedarf an solchen Drogen haben und andere, die den Drogen verfallen sind. Vielleicht sind persönliche Lebensumstände der Hauptfaktor einer Karriere, und die kann sich keiner von uns in den ersten Jahren selbst heraussuchen. Daher sehe ich es als Pflicht unserer Gesellschaft, hier zu helfen.
Ich plädiere dafür, dass Konsumenten bei dem Weg aus der Drogenkarriere unterstützt werden. Schließlich sind es immer noch Menschen und wir als Gesellschaft haben nur die Wahl, diese Personen in diesem "unproduktiven" Stadium möglichst schnell sterben zu lassen oder aus diesem Teufelskreis zu holen. Wer also hier Hilfe verweigert begeht aus meiner Sicht aktive Sterbehilfe.
Übrigens kann ich es beim besten nicht verstehen, warum Insassen einer Strafanstalt weiterhin an Drogen kommen können.
Rauchen
Die große Freiheit, der Cowboy auf seinem Pferd reitet in den dunkelroten Sonnenuntergang hinein. Schade dass genau diese Werbefigur wie tausend andere Menschen täglich an dieser Sucht in Form von Lungenkrebs etc. sterben.
Welch ein krasses Missverhältnis, diese realen täglichen Zahlen einfach totzuschweigen und die Menschen der "kleinen" Katastrophen in den täglichen Medienberichten (Massenunfälle, Hochwasser, Seilbahnunglücke, Flugzeigabstürze etc) zu bedauern.
Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen und so kann wegen mir jeder weiterrauchen, sooft und lange er will. Betriebswirtschaftlich ist ein Raucher ein wahrer Glücksfall. Er ist wie viele Menschen voll arbeitsfähig.
Vielleicht befindet sich ein Raucher im Moment der Auslebung seiner Sucht in einer psychischen Ausnahmesituation mit einem Realitätsverlust, denn anders kann ich mir nicht recht erklären, dass jemand vorsätzlich oder fahrlässig seine eigene Umgebung ansengt. Die diversen Brandspuren auf Toiletten, Fußböden und anderen "Raucherecken" lassen den Verdacht zu. Die Verunreinigung der Umgebung durch Kippen oder Schachteln (Schauen Sie mal die Straßenränder und Gehwege an) tut ein übrigens, dass zumindest ein Teil der rauchenden Bevölkerung auf mein Unverständnis stößt. Rauchen ist eine Sucht, genauso wie andere Drogen.
Schon allein die finanziellen Mittel, die ein Raucher für seine gesetzlich legitimierte Sucht aufbringt, sind mir unverständlich. Genauso unverständlich ist mir aber auch der Zwang unseres Staates, über Tabaksteuern sich an der Zerstörung der Gesundheit noch zu bereichern. Wo bleibt die Rauschmittelsteuer, die dann auch Haschisch und andere Dinge hintenrum legalisieren würden. Wer nimmt sich das Recht heraus, dass verbrannter "Tabak" anders behandelt wird, wie verbrannte Gräser ?
Außerdem halten Steuern niemand davon ab, zu Rauchen, da sie nicht erkennbar sind. Viel wirksamer als der "Rauchen gefährdet ihre Gesundheit" Aufdruck wäre doch ein Aufdruck a la "Mit dieser Schachtel bezahlen sie xx DM Steuern". Wenn diese Einnahmen dann wenigstens zweckgebunden verwendet würden, aber auch hier funktioniert die eingeschworene Verbindung der Interessenvertretern wieder mal reibungslos. Na ja, da wird sich nichts dran ändern, also bleibt mir nur die persönliche Konsequenz, mich entsprechend vom Rauchen und entsprechenden Orten zu distanzieren bzw. darauf genauso wenig Rücksicht zu nehmen und durch meine Abwesenheit zu bestrafen.
Ich warte auf den Moment, an dem ein Passivraucher Ansprüche stellen kann. Im meinem direkten Umfeld, sofern ich es beeinflussen kann, ist auf jeden Fall das Rauchen nicht geduldet. Wer rauchen will, muss auch meine bissigen Kommentare erdulden.
Ja ich hab auch mal einen Zigarette angeraucht in jungen Jahren, aber an einen Geschmack von Freiheit kann ich mich da beim besten Willen nicht erinnern. Insofern war dies ein einmaliges Erlebnis, welches durch eine Art Gruppenzwang entstanden ist.
Alkohol
Alkohol hat das gleiche suchtgefährdete Potential wie alle bisher genannten Drogen. Wobei diverse Mediziner ja belegt haben, dass im Gegensatz zur wissentlichen Belastung einer Zigarette die Wirkung von Alkohol in kleinen Mengen positiv sein soll.
Ich will nun auch niemandem sein Glas Wein oder Bier verübeln. Auch hier soll jeder machen was er will, sofern er andere nicht gefährdet oder belästigt.
Aber das Bild von volltrunkenen Menschen lässt mich schon an der Vernunft dieser willenlosen Fleischberge zweifeln. Leider ist es aber sehr schwer, eine Grenze zwischen Genuss und Missbrauch zu ziehen. Dementsprechend fällt es auch schwer, dies im gesetzlichen Rahmen festzulegen. Ich selbst bin kein Freund von Alkohol. Aber auch dürfte weniger Angst oder Misstrauen zu einer Abstinenz geführt haben, sondern eher mangelndes Interesse an dieser Art "Geschmack". Mir ist ein ordentlicher oder auch raffinierter Fruchtsaftmix sehr viel angenehmer. Aber auch hier vermutlich Gewöhnung an den Geschmack und die Wirkung der ausschlaggebende Faktor. Andere Kulturen essen ja komplett "anders" als wir Europäer.
Allerdings ist die Wirkung von Alkohol eine Komponente, die ich bisher nicht gebraucht habe. Eher im Gegenteil. Die Ergebnisse einer Alkoholphase vom Genuss und der Lockerung über die Volltrunkenheit und die spätere Ausnüchterung habe ich einmalig durchlaufen und sind mir so in Erinnerung geblieben, dass ich dies nicht mehr wiederholen möchte. Und der beste Ansatz ist hier dann, gar nicht erst anzufangen.
Zumindest nicht mit dem exzessiven Genuss. Als Grundregel lasse ich noch gelten, dass jemand 1-2 Glas Wein zu einem guten Essen trinken kann und die 0 Promille Grenze beachtet, wenn er einen Autoschlüssel mit sich führt.
Tabletten
Zu Tabletten habe ich ein sehr reserviertes Verhältnis. Insbesondere zur "Selbstmedikamentation". Ich denke der menschliche Körper ist sehr viel komplizierter, als selbst Ärzte diesen verstehen können. Aber der Mensch alleine, vielleicht geplagt durch seine Pein, kann dies noch viel weniger. Insofern ist mein Tablettenkonsum gleich 0. Ich vermeide jede Art von Medikamenten, sofern sie nicht vom Arzt als Hilfe eines Heilungsprozesses als notwendig erachtet wird.
Eine gesunde und vernünftige Ernährung und Lebensweise mit ausreichend Bewegung sollte die meisten Krankheiten verhindern helfen. Und wenn ein Schnupfen mich plagt, dann wehrt sich der eigene Körper in der Regel ganz alleine und sogar dauerhaft. Das heißt nun nicht, dass ich Krankheiten ignoriere, aber eben nicht selbst in die Apotheke gehe und mit von einem Apotheker Hilfe erbitte. Jeder Beruf hat seine Spezialisierung und Apotheker sind auch mit ihrer Erfahrung keine Ärzte.
Drogen und Strafrecht
Drogen jeder Art, dazu zählt natürlich auch Alkohol und Nikotin verändern den Menschen und sein Verhalten und speziell seine Reaktion. Daher kann die Betrachtung von Drogen in Recht und Gesetz nicht ausbleiben. Die Promillegrenze im Straßenverkehr wurde ja mehrfach verändert. Zum Teil aufgrund neuer medizinischer Untersuchungen als auch eines gesellschaftlichen Wandels.
Ohne nun auf die einzelnen Promillegrenzen einzugehen, werden wir damit leben müssen, dass nicht alle Menschen immer ihre Maximalleistung geben können. Das Ergebnis sind dann kaum erklärbare Fehlreaktionen oder Fehlverhalten im Straßenverkehr oder auch nur im zwischenmenschlichen Zusammenleben.
Es bleibt nun der Gesellschaft überlassen, wie Sie in diesem Fall die Schuld einstuft. Aber wer sich wissentlich in einen vermindert selbstbestimmten Zustand versetzt, darf meiner Meindung nach nicht noch als vermindert schuldfähig eingestuft werden. Niemand ist 24 Stunden "unzurechnungsfähig" und er fängt bewusst mit dem Missbrauch an und die Entwicklung ist auch jedem bekannt.
Insofern habe ich keinerlei Verständnis für Urteile oder Strafen, die in der Höhe reduziert sind, weil der Angeklagte nicht nüchtern war. Eher der umgekehrte Fall ist hier zu überlegen. Wer unter dem Einfluss von Drogen Fehler begeht, die er sonst nicht begangen hätte, muss dafür gleich oder sogar härter bestraft werden können.
Nicht der Täter ist das arme Lamm, das zu bemitleiden ist, sondern das echte Opfer.
Meine Sucht
Na ob es eine Sucht ist, bezweifle ich, aber damit fängt es ja meist an, dass der Abhängige es selbst nicht wahr haben will. Aber es gibt schon Dinge, die mir gefallen, oder die ich mir gönne.
Diverse frei verkäufliche und im Besitz nicht strafbare Genussmittel finden auch ab und zu den Weg durch meinen Mund, z.B.: in Form von Schokolade, Eis, Gummibären etc.
:-)
www.carius.de

