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Das Auto und die Kosten

Das liebe Auto, ja auch ich hab eines, weil ich einfach mal behaupte, ohne diese meine Tätigkeit nicht durchführen zu können.

Der Nutzen

Aber mein Verhältnis (schon das Wort alleine...) zu einen Auto ist rein materiell. Es ist klimatisierter, fahrender Raum, der bei Regen trocken hält und mich und meine Fracht von A nach B bringt und das möglichst bequem, zügig und sicher. Bitte habt dafür Verständnis, dass mich ein  Defekt, eine Beule, Schmutz und anderes nicht gleich aus dem Häuschen bringen und die Zulieferindustrie an mir nichts verdient, wenn man mal von der Freisprecheinrichtung für das Telefon absieht. Nur im innern lege ich schon etwas Wert auf Sauberkeit. Schließlich kann es ja mal passieren, dass jemand mitfährt. Daher hat die Abdeckung des Kofferraums eine wichtige Funktion, um die Getränkekiste, Koffer, Zeitschriften, Sportklamotten und alles andere etwas zu verbergen. Keine Sorge, ich lebe aber noch nicht in meinem Auto. Dazu ist es viel zu unbequem. Da ihr aber sicher meine Einstellung zur Gesundheit kennt, werdet ihr dort keine Bierflaschen oder Dosen finden. Im Aschenbecher war noch nie eine Zigarettenkippe. Statt dessen ist diese Ablage zu einem Besteckkasten umfunktioniert worden, in dem nun mindestens ein eleganter Löffel aus Edelstahl ruht. Das optimale Werkzeug für Eis und Joghurt.

Die Kosten

Die Kosten des Autos sind für mich zwar auch existent, aber nicht primär wichtig, da ich bei meiner Kilometerleistung privat gar keine Lust mehr habe, viel mit dem Auto zu fahren. Ich habe das ja auch schon in meinen Aussagen zum Verkehr und Verkehr2010 deutlich gemacht, dass ich mich viel lieber fahren lassen würde, so wie bei der Bahn oder dem Flugzeug. Ich warte noch auch die technischen Errungenschaften in diesem Bereich.

Aufgrund meiner Strecken und da es einfach ein entspanntes Fahren ist, bewegt ein Dieselmotor meine Blechbüchse. Dass ich mit dieser Wahl in der heutigen Zeit (Anfang 2000) zweimal Glück habe, konnte ich 1996 ja noch nicht voraussehen. Zum einen ist Diesel immer noch um einiges preiswerter als Benzine, und auf der anderen Seite ist der Nutzungsgrad gut genug, um auch bei forscher Fahrweise (160-190 km/h) immer unter 10 Liter/100km zu bleiben. Auch das ist viel Diesel, aber die Masse will ja auch bewegt werden.

Was ich allerdings nicht ganz verstehe, ist überhaupt die steuerliche Betrachtung der Fahrzeuge. Solange ich so viel weniger pro Liter Diesel bezahle, ist das für mich ein Vorteil, auch wenn die Kraftfahrzeugsteuer sehr hoch ist. Ich denke die Regierung will damit die LKW-Unternehmen unterstützen, die auch eine fixe hohe Steuer lieber in Kauf nehmen, wenn die laufenden Kosten dies schnell amortisieren. Was das aber mit einer "fairen" Berechnung einer Leistung zu tun hat ? Damit werden die LKWs ja geradezu auf die Straße geprügelt, schließlich kosten Sie ja so oder so Geld. Ich habe ja immer noch meine Hoffnung, auf eine echt "Entfernungs- und verbrauchsabhängige Besteuerung, und das kann nur über den Spritpreis geben und einer Angleichung in den Nachbarländern oder einer anderen Regelung.

Reisekostenpauschale

Ziemlich unverständlich finde ich die Diskussion um die Reisekostenpauschale für Kilometer, die nun aufgrund der hohen Benzinpreise angepasst werden sollen oder nicht. Nun 70 Pf pro Entfernungskilometer sind doch ein netter Betrag. Wer nun mal "ehrlich" seine Fahrzeugkosten berechnet, wird schnell erkennen, dass der Benzinpreis in dieser Rechnung nur einen Teil ausmachen. Wertverlust, Versicherung, Verschleiß sind ebenso reale Kosten, die nur zu gerne übersehen oder vernachlässigt werden. Ich komme auch mit dem 70 Pf im wesentlichen hin, wenn ich pauschalieren würde. Da ich aber eh ein Fahrtenbuch führe und das Auto "Firmenbestandteil" ist, werden bei mir eh die effektiven Kosten abgerechnet.

Auf der anderen Seite steht es ja jeden frei, die effektiven Kosten (so sie denn höher liegen) nachzuweisen und entsprechend einkommensteuerwirksam geltend zu machen. Nur wenn man anhand einer Teuerung einer Ware die Steuern anpassen will, dann ist das kurzfristig gedacht und schädlich, denn dann ist diese Steuer wirklich als Hilfsmittel zur Einnahmenerhöhung bloßgestellt und kann keinen Anspruch auf eine "steuernde Funktion" haben. Nur diese ist bei der Ökosteuer ja sowieso in Frage gestellt, wie ich hier erkläre.

Morgen erhöhen denn die Zigarettenhersteller ihre Preise oder entfernen eine weitere Stange aus der Packung und dann ist der Ruf nach einer Senkung der Tabaksteuer nicht weit ?. Und beim Alkohol trifft diese Logik dann auch ?. Wenn wir schon beim Aufräumen sind, dann wäre es an der Zeit mal wirklich eine einfache Steuergesetzgebung zu entwickeln.

Andere Länder anderen Preise ?

Richtig. Es gibt immer noch Länder, in denen der Sprit noch teurer ist. Auf der anderen Seite sind natürlich speziell einige osteuropäischen Länder und natürlich die USA sehr viel preiswerter mit Treibstoff versorgt. Da der Ölpreis auf dem Weltmarkt für alle gleich ist, kann es also nur an der individuellen Kalkulation der Lieferanten und Tankstellen liegen und natürlich der steuerlichen Belastung.

Allerdings muss man auch erkennen, dass andere Länder eine andere Infrastruktur haben und daher ihre Steuern anders gestalten. Gerade die USA ist ein "weites Land". Dafür entrichten dann die  Bürger dort eben ihre Steuern auf andere weise. Daran sollten wir und also nicht orientieren, sondern eine Lösung für unser Land finden, finden lassen, denn das Volk wird ja nur alle paar Jahre mal nach seiner Meinung gefragt.

Allerdings ist es auch mir schwer verständlich, wie so unterschiedliche Preise von ab und an bis zu 15 Pfennig je Liter innerhalb von Deutschland zustande kommen. Fatalerweise sind einige Tankstellen an logistisch günstigen Stellen (z.B. in der Nähe von Hauptverkehrsadern oder Raffinerien teurer als Tankstellen abseits von Gut und Böse. Dass Autobahntankstellen prinzipiell teurer sind, ist Realität und auch durch ihre exponierte Lage, 24h Service und Standortvorteile zu erklären. Wer billiger tanken will, kann ja eine Ausfahrt "abfahren" und den zusätzlichen Zeitbedarf in Kauf nehmen. Dazu fehlen aber noch die Schilder, wie in Verkehr - heute beschrieben.


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