Aktien und Börsenwahn
Na kann man das noch "logisch" nennen ?. Ich denke es ist einfach nur Angebot und Nachfrage in seiner reinsten Form, was an den Aktienmärkten 1998, 1999 und 2000 abgeht. Ein blindes Vertrauen in wachsende Märkte und die Informationswirtschaft erzeugt Erwartungen, die sich in steigenden Kursen niederschlagen.
Hinzu kommt der sehr viel leichtere Zugang zum Handel per Internet, vorbei am verstaubten Hausbankimage und einer besseren Information der Mitspieler. Heute ist es ja schon wichtiger die Nachrichten von Unternehmen an der es Nasdaq und der deutschen Börse zu überwachen, da man so sogar schneller an Informationen über neue Versionen, Planungen etc kommt, als über klassische Wege.
Aber wenn man etwas hinter die Kulissen schaut, dann ist das auch nur Business und es gibt Gewinner und Verlierer. Vielleicht kommen die Verlierer einfach zeitlich etwas später zum Vorschein, wenn die Blase zusammenfällt. Denn im Gegensatz zur alten Aktie, bei der hinter dem Wert meist noch ein Unternehmenswert stand, kann ich heute nur verwundert auf die "Werte" von Aktien schauen, hinter denen nichts ausser der Erwartung auf noch höhere Kurse steht. Das funktioniert schon fast wie ein Kettenbrief und die letzten haben nichts mehr zu gewinnen.
Vermutlich werden dann die Profis unter den Zockern schon ausgestiegen sein und die vielen Kleinanleger am Ende dumm aus der Wäsche schauen. und das Vertrauen ist dann wieder für Monate verschüttet.
Aber letztlich ist es auch nur ein Umverteilen. Wenn eine Firma Aktien ausgibt, bekommt sie Geld dafür. Aufessen kann niemand das Geld, also wird es ausgegeben, und damit ist immer auch eine Lieferung verbunden und demnach Leute die diese Leistung erbringen, und das Geld wieder als Einkommen bekommen. Schade ist eben für den einzelnen nur, dass andere sein Geld ausgeben. Aber es wird ja niemand gezwungen sein Geld in Aktien zu investieren. Er kann ja auch Lotto spielen, was auf das gleiche rauskommt.
Ich selbst bin übrigens nicht in Aktien aktiv. Dazu habe ich nicht die notwendige Ruhe und Zeit, um mich permanent damit zu beschäftigen. Vielleicht kommt später mal eine Investition in einem Fond mit konservativer Ausrichtung in Betracht als weitere Alterssicherung. (mehrere Säulen)
Aber was ist der Unterschied zwischen eine Aktien und einem Anteil an einer GmbH. Erst mal kein großer, denn beide Male sind es Firmenanteile, mit dem Interesse, die Firma voranzubringen, d.h. langfristig Werte zu schaffen. Und so ist meine Aktie einfach die Firma Net at Work GmbH.
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